15.07.2011, 12:53 Uhr | dapd
Frankfurt/Main (dapd-hes). Die EHEC-Epidemie in Hessen scheint überwunden. Nach Angaben des Sozialministeriums wurde die letzte Erkrankung mit dem Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS) vor zwei Wochen gemeldet. Der letzte EHEC-Fall sei am Montag mitgeteilt worden. In diesem Fall ist laut Ministerium jedoch noch nicht bestätigt, dass es sich um den gefährlichen Bakterienstamm O-104 handelt.
Die Mehrkosten für die Behandlung stellen für Mehrkosten für die Behandlung stellen für die hessischen Krankenhäuser nach eigenen Angaben kein Problem dar.
Laut Ministerium sind seit Mitte Mai 152 EHEC-Fälle in Hessen gemeldet worden, 57 Patienten waren an HUS erkrankt. Zwei Menschen starben an dem Darminfekt.
In den Kliniken Darmstadt und Fulda sind mittlerweile alle erkrankten Patienten entlassen worden. Die Uniklinik Frankfurt, in der viele Patienten behandelt wurden, machte auf Anfrage bisher keine Angaben.
In Fulda wurden 96 Patienten mit EHEC und HUS behandelt, wie eine Sprecherin sagte. Die größte Herausforderung sei die Behandlung einer an HUS erkrankten Schwangeren gewesen. Diese müsse weiter regelmäßig zur Untersuchung. Die zusätzlichen Kosten für die Behandlung halten sich den Angaben nach in Grenzen. Auch die Zahl der wegen des Darmkeims notwendigen Überstunden sei moderat.
In Darmstadt behandelten die Ärzte seit dem Ausbruch der Krankheit sieben Patienten mit EHEC oder HUS. Wegen der wenigen Patienten sei das Budget des Klinikums nicht zu stark ausgereizt, sagte eine Sprecherin. Auch das Sozialministerium geht nicht davon aus, dass die hessischen Krankenhäuser durch die intensive Behandlung in eine finanzielle Schieflage geraten.
dapd
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