03.06.2011, 11:42 Uhr | dapd
Oldenburg (dapd-nrd). In einem offenen Brief an Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) haben die norddeutschen Landwirtschaftskammern das Informationsverhalten des Robert Koch-Instituts scharf kritisiert. Die Kammerpräsidenten der Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen reagierten damit auf den vom RKI geäußerten Verdacht, norddeutsche Gemüsebauern seien aufgrund unsachgemäßer Gülledüngung mögliche Verursacher der EHEC-Erkrankungen, teilte die niedersächsische Kammer am Mittwoch in Oldenburg mit.
In dem Schreiben wird unter anderem darauf hingewiesen, dass bei der Gemüseproduktion eine Gülledüngung völlig unüblich sei. Aus Gründen der Qualität werde eine gezielte Mineraldüngung eingesetzt. Gurken und Tomaten würden zudem in Gewächshäusern angebaut, in denen Nährlösungen verwendet würden, die keinen Kontakt zu den oberirdischen Pflanzenteilen hätten.
"Von einem staatlichen Institut wie dem Robert Koch-Institut muss erwartet werden, dass es sich bei der Ursachenforschung bei Erkrankungen vor Empfehlungen an die Verbraucher zumindest dahin gehend sachkundig macht, auf welche Weise in Verdacht geratene Lebensmittel erzeugt werden", hieß es. Die Kammerpräsidenten baten Ministerin Aigner, "in diesem Sinne auf das RKI einzuwirken".
Die Unterzeichner wiesen darauf hin, dass bei Gemüsebauern durch die Empfehlungen des RKI ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstanden sei. Die wirtschaftliche Existenz vieler Familien sei aufgrund vager Verdachtsmoment massiv gefährdet, hieß es weiter.
dapd
Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Nie wieder offline - endlos surfen & simsen. Nummer mitnehmen und 25,- € sichern. von congstar.de