03.06.2011, 11:40 Uhr | dapd
Geldern (dapd-nrw). Angesichts der eingebrochenen Nachfrage nach Tomaten, Gurken oder Salat fordern die rheinischen Landwirte finanzielle Hilfe vom Staat. "Um es klar zu sagen: Wir fordern den vollen Ersatz des bei uns völlig unverschuldet entstandenen und entstehenden Schadens", sagte der Präsident des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauern, Christoph Nagelschmitz, am Mittwoch in Geldern.
Die Verbraucher machen einen Bogen um frisches Gemüse, seit das Robert Koch-Institut im Zusammenhang mit dem EHEC-Erreger vor dem Verzehr gewarnt hat.
"Die Gesundheit der Menschen steht auch für uns Gemüsebauern absolut im Vordergrund", sagte Nagelschmitz. Aber es gelte auch, "dass wir uns als unschuldig Betroffene vom Staat und seinen Institutionen zunehmend allein gelassen fühlen".
Da seit Tagen kaum mehr Ware verkauft wird, verschlimmert sich die Situation der Erzeuger den Angaben zufolge von Tag zu Tag. Denn bei weiter laufenden Kosten haben die Betriebe keine Einnahmen mehr. Dabei hätten Laboruntersuchungen bei vielen Gemüsebauern am Rhein ergeben, dass ihre Ware nicht mit dem EHEC-Erreger kontaminiert sei, erklärte der Provinzialverband.
dapd
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