31.05.2011, 14:04 Uhr | dapd
Lübbenau (dapd-lbg). Die Spreewälder Gemüsebauern klagen aufgrund der weit verbreiteten Angst vor dem EHEC-Erreger über Absatzprobleme. Das Kaufinteresse vor allem bei Gurken sei stark zurückgegangen, bestätigten mehrere Landwirte auf dapd-Anfrage. "Die Nachfrage auf den Wochenmärkten ist zurzeit sehr verhalten", sagte etwa Wilfrid Baronick vom Gemüsehof in Burg am Dienstag.
Einige Unternehmen gehen offensiv mit der Problematik um. Die Gemüsering Spreewald GmbH in Raddusch habe beispielsweise neben den Kontrollen der amtlichen Lebensmittelüberprüfung selbst Untersuchungen der Gurken in Auftrag gegeben, teilte Betriebsleiter Stefan Heidenreich mit. "Wir wollen auf Nummer sicher gehen und ausschließen, dass es die EHEC-Bakterien bei uns gibt."
Bei den Konserven-Produzenten sind derzeit noch keine Auswirkungen der EHEC-Problematik zu spüren. Die meisten Unternehmen fangen erst Mitte Juni mit dem Abfüllen der Einlegegurken an. Probleme mit den Darmkeimen sehen die Firmen nicht, da die Gurken vor der Konservierung mehrmals gewaschen und stark erhitzt werden. "Die Bakterien haben dabei keine Chance, zu überleben", sagte Heidemarie Belaschk, Geschäftsführerin des Konserven-Produzenten Spreewald-Rabe in Lübbenau.
dapd
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