07.06.2011, 15:34 Uhr | dapd
Friedrichsdorf (dapd-hes). Der hessische Bauernverband sieht die Landwirte in Hessen wegen der EHEC-Krise in ihrer Existenz bedroht. Die EHEC-Infektionen und damit verbundene Warnungen vor dem Verzehr von rohen Blattsalaten, Tomaten und Salatgurken verursachten in den Gemüsebaubetrieben Verluste zwischen 300.000 und 400.000 Euro pro Tag, sagte Verbandspräsident Friedhelm Schneider am Dienstag in Friedrichsdorf. Die Bauern seien wegen der Umsatzeinbrüche von bis zu 80 Prozent über alle Produktgruppen hinweg in ihrer Existenz gefährdet.
Die Betroffenen seien "völlig unverschuldet in eine wirtschaftliche Notlage geraten", sagte Schneider. Er forderte eine Entschädigung für die Betriebe. "Jetzt muss schnellstens ein europäisches oder deutsches Hilfsprogramm auf den Weg gebracht werden, um den wirtschaftlichen Ruin der Betriebe abzuwenden."
Den Landwirten riet er, Schäden und Umsatzverluste sorgfältig zu dokumentieren. Schneider betonte, dass bisher an deutschen und hessischen Produkten keine EHEC-Keime nachgewiesen wurden.
dapd
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