23.02.2011, 08:13 Uhr | dapd
Wettenberg/Gießen (dapd). Nach zwei Rückrufaktionen des Instantkaffees "Vitaccino" hat die Staatsanwaltschaft Gießen gegen die Betreiber der in Wettenberg bei Gießen ansässigen Firma Imperia Elita Ermittlungen eingeleitet. Der von dem Unternehmen vertriebene Kaffee enthielt den verbotenen Appetitzügler Sibutramin, berichtete der Hörfunksender HR-Info. "Hintergrund dieses Vertriebs war das Versprechen, dass dieser Kaffee bei der Gewichtsreduzierung sehr hilfreich sein würde", sagte die Sprecherin der Gießener Staatsanwaltschaft Ute Seelbach-Schellenberg dem Sender.
Den Angaben zufolge haben sich Verbraucher gemeldet, die den Kaffee getrunken haben und über gesundheitliche Nebenwirkungen geklagt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen die Verantwortlichen wegen des Verstoßes gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetz sowie wegen des Verdachts der groben beziehungsweise fahrlässigen Körperverletzung.
Ende des vergangenen Jahres wurden die Räume des Unternehmens und Wohnungen von Verantwortlichen der Firma durchsucht. Dabei seien große Mengen des Instantkaffees sichergestellt worden, berichtet der Sender weiter.
Sibutramin ist ein Medikamentenwirkstoff, der früher als Appetitzügler eingesetzt wurde. Er kann zum Teil erhebliche Nebenwirkungen auslösen, die insbesondere Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefährlich werden können. In Deutschland ist der Wirkstoff mittlerweile verboten.
dapd
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