24.09.2010, 11:06 Uhr | DDP
München (dapd-bay). Mit Beginn der Frühschicht haben Beschäftigte des kommunalen Nahverkehrs in München, Nürnberg und Augsburg an diesem Freitag erneut die Arbeit niedergelegt. Die in der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) unter dem Dach der dbb tarifunion organisierten Fahrer, Kontrolleure und das Servicepersonal wollen mit den Aktionen ihren Forderungen nach angemessener Einkommenserhöhung und besseren Arbeitszeitregelungen Nachdruck verleihen, wie die Tarifunion mitteilte. Erste Warnstreiks gab es bereits am 10. und 15. September.
Der zweite Vorsitzende der dbb tarifunion, Willi Russ, machte die Arbeitgeber verantwortlich für die neuen Arbeitsniederlegungen. "Es lag in ihrer Hand, einen Streik während des Oktoberfestes in München abzuwenden. Aber sie haben diese Möglichkeit nicht genutzt. Unser Angebot gilt weiter: Sobald der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern Gesprächsbereitschaft signalisiert, stehen wir zur Verfügung" sagte Russ.
Die Gewerkschaft beklagt, dass das Fahrpersonal bei der Arbeitszeit seit Jahren schlechter behandelt wird, als die anderen Mitarbeiter. Ziel sei es daher, Ungerechtigkeiten abzubauen. Derzeit würden beispielsweise weder die Zeiten, die innerhalb der Schicht für Wege zum nächsten Einsatzort aufgewendet werden müssten, noch Zeiten der Vor- und Nachbereitung der Fahrzeuge als Arbeitszeit angerechnet. Insbesondere Fahrer müssten daher 42 bis 43 Stunden pro Woche anwesend sein, um ihre vereinbarte Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden angerechnet zu bekommen.
dapd
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