24.08.2011, 12:51 Uhr | dapd
Schwerin/Hamburg (dapd-lmv). Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern interessieren sich offenbar nur wenige Internetnutzer für die Positionen der Parteien und ihrer Spitzenkandidaten. Weniger als 200 Fragen seien bislang beim Portal abgeordnetenwatch.de eingegangen, sagte dessen Gründer Gregor Hackmack in Hamburg. Für die zwei Wochen später stattfindende Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus seien es schon jetzt 1.200 Fragen.
Die Politiker im Nordosten beantworteten nur etwa die Hälfte der wenigen Fragen. "Im Vergleich zu 2006 verläuft der Wahlkampf deutlich zäher", bilanzierte Hackmack. Vor fünf Jahren stellten Internetnutzer 875 Fragen an die Politiker, nur jede fünfte blieb unbeantwortet. Die Wähler in Mecklenburg-Vorpommern können seit Anfang August per Internet mit den Wahlkreis-Direktkandidaten über deren politische Ziele debattieren.
Ungewöhnlich wortkarg gebe sich die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Lorenz Caffier, sagte Hackmack. Nur 17 Prozent der Fragen sei von der CDU beantwortet worden, Caffier selbst reagierte laut Hackmack auf keine der an ihn persönlich gestellten 14 Fragen. "Ich kann mich an keine Wahl erinnern, wo die CDU so wenig geantwortet hat", sagte Hackmack. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) habe fast alle Fragen beantwortet.
Die häufigsten Reaktionen kämen von Kandidaten der Linken (80 Prozent) und der Grünen. Hackmack sagte dazu: "Man merkt, die einen wollen in die Regierung und die anderen ins Parlament."
dapd
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