01.03.2011, 11:48 Uhr | dapd
Berlin (dapd-lsc). Der sächsische FDP-Bundestagsabgeordnete Heinz-Peter Haustein hat den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan wegen dessen Düsseldorfer Rede scharf kritisiert. Beinahe einmal im Jahr schockiere der Politiker die Bundesrepublik mit seinen "absurden Ansichten", erklärte Haustein am Dienstag in Berlin. Seine jüngsten Äußerungen zum Erlernen der deutschen Sprache dürften aber nicht unwidersprochen bleiben. "Herr Erdogan spaltet die Gesellschaft, statt sie zu einen."
Haustein warf dem türkischen Ministerpräsidenten vor, seine in Deutschland lebenden Landsleute vor Anpassung gewarnt und damit ein gefährliches Signal gesendet zu haben. Eine gemeinsame Sprache sei die wichtigste Grundlage für eine Gesellschaft. Niemand sei verpflichtet, in Deutschland zu leben, fügte er hinzu. Erdogan hatte am Sonntag in Düsseldorf bei einem Auftritt gefordert, die türkischen Kinder in Deutschland sollten zuerst Türkisch, dann Deutsch lernen. Dies hatte Proteste in Deutschland ausgelöst.
dapd
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