08.12.2010, 13:12 Uhr | DAPD
Düsseldorf (dapd-nrw). Die FDP rügt Mängel beim Jugendarbeitsschutz in NRW. Wie der FDP-Sozialexperte Stefan Romberg am Mittwoch mitteilte, kontrollierte der staatliche Arbeitsschutz zwischen Anfang November 2009 und Ende Oktober 2010 landesweit nur 22 Betriebe. Dies gehe aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP hervor.
Dabei wurden sechs Verstöße gegen die gesetzlich vorgeschriebene Höchstarbeitszeit von Jugendlichen festgestellt, wovon angeblich bisher kein einziger geahndet wurde.
"Der Arbeitsschutz von Minderjährigen wird in NRW in einem unerträglichen Maß vernachlässigt. Das muss sich ändern, denn die Gefahren für Jugendliche am Arbeitsplatz sind hoch. Die Unfallgefahr ist sogar doppelt so hoch wie bei erwachsenen Arbeitnehmern", kritisierte Romberg. Es könne nicht sein, dass die 482 staatlichen Arbeitsschützer nur bei 22 von rund 750.000 Betrieben in NRW den Arbeitsschutz von Minderjährigen überprüften.
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