18.04.2011, 09:40 Uhr | dapd
Berlin (dapd). Die anhaltenden Unruhen in Nordafrika belasten die Fluggesellschaft Air Berlin. "Das erste Quartal 2011 sieht nicht ganz so gut aus, was insbesondere der Krise in Nordafrika geschuldet ist", sagte Air-Berlin-Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer dem "Tagesspiegel am Sonntag" laut Vorabbericht. "Wenn die Lage in Ägypten weiter so bleibt und die Sommersaison in Ägypten schwach verläuft, dann müssen wir sehen, was das für Auswirkungen auf unser Geschäft hat", fügte er hinzu.
Air Berlin ist der größte deutsche Anbieter für Flüge nach Ägypten und Tunesien. Allerdings sieht Hüttmeyer derzeit keinen Grund, an den ausgegebenen Zielen für das laufende Jahr zu rütteln.
Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hatte im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von mehr als 97 Millionen Euro hinnehmen müssen. "Vielleicht wäre es besser gewesen, mit höheren Preisen in den Markt zu gehen, um die Verluste aus der Zeit der Vulkanasche auszugleichen, anstatt zu versuchen, mit tieferen Preisen die Nachfrage wieder zu stimulieren", sagte Hüttmeyer.
In der vergangenen Woche hatte Air Berlin Preiserhöhungen angekündigt. Zusätzlich zu den Kosten der neuen Luftverkehrssteuer verursachen die steigenden Kerosinpreise nach Angaben des Unternehmens Mehrkosten in Höhe von 180 Millionen Euro. "Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen und müssen die gestiegenen Kosten über die Preise an unsere Passagiere weitergeben", sagte der Finanzvorstand.
dapd
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