15.02.2012, 16:07 Uhr | dapd
Zur Stärkung des Verbraucherschutzes erhält das Institut für Fisch und Fischereierzeugnisse (IFF) in Cuxhaven einen Neubau. Damit sichere man nicht nur die Qualitätskontrollen beim Fisch, sondern auch die Arbeitsplätze in der Industrie, sagte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) am Mittwoch bei der Eröffnung des Gebäudes.
Für den Neubau und den damit verbundenen Umbau des alten Gebäudes aus dem Jahr 1976 stellte die Landesregierung 6,25 Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturpakets II zur Verfügung. 4,8 Millionen davon flossen in das neue Haus, 1,2 Millionen wurden für die Sanierung des Altbaus verwendet. Allein in Cuxhaven sind über 30 Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten in der Fischproduktion tätig.
"Ich hoffe, dass wir damit jetzt unseren Liegeplatz in Cuxhaven gefunden haben", sagte Institutsleiterin Edda Bartelt. Gegründet wurde die Einrichtung vor 75 Jahren. Sie gehörte zu Hamburg, Preußen, Hannover und jetzt zu Niedersachsen.
Vier Gründe seien ausschlaggebend für die Förderung gewesen, sagte McAllister. Das Gebäude aus dem Jahr 1976 sei nicht mehr den steigenden Anforderungen gerecht geworden. "Auf die moderne Labortechnik und PC-Arbeitsplätze war es naturgemäß nicht ausgerichtet", sagte er. Auch energetisch sei es nicht mehr akzeptabel gewesen.
Durch Kooperationen mit anderen Ländern, insbesondere mit Bremen, steige zudem der Arbeitsaufwand. "Und dadurch, dass immer mehr Fisch konsumiert wird, werden ebenfalls mehr Kapazitäten benötigt", sagte McAllister.
Im Neubau gibt es großzügigere Labore, moderne Technik und eine Wärmeversorgung per Erdwärme. Insgesamt werden hier pro Jahr etwa 10.000 Untersuchungen vorgenommen.
Der Neubau hat 21 Labore, drei Kühl- und Gefrierräume und drei Büros. Insgesamt hat er eine Fläche von 524 Quadratmetern. "Jetzt entspricht alles den Anforderungen an eine amtliche Lebensmittelprüfung", sagte Bartelt.
Aufgabe des IFF ist nicht nur die Untersuchung von Fisch und Fischprodukten auf Verderb und Verträglichkeit, sondern unter anderem auch die Prüfung von Aquakulturen und maritime Diagnostik. Darüber hinaus werden Tierärzte, Lebensmittelkontrolleure und Lebensmittelchemiker fortgebildet. Insgesamt sind an dem Institut, das zum Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gehört, 35 Mitarbeiter beschäftigt.
( http://www.laves.niedersachsen.de )
dapd
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