10.12.2010, 09:44 Uhr | DAPD
München (dapd-bay). Bayerns Wälder haben sich sieben Jahre nach dem extrem heißen und trockenen Jahrhundertsommer 2003 wieder weitgehend erholt. Wie Bayerns Forstminister Helmut Brunner (CSU) am Sonntag in München unter Berufung auf aktuelle Untersuchungen mitteilte, ist der durchschnittliche Nadel- und Blattverlust im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Punkte auf 20,1 Prozent zurück gegangen. Damit liege der Wert erstmals wieder auf dem Niveau der Jahre vor 2003.
Gleichzeitig sei auch der Anteil der deutlich geschädigten Bäume, die mehr als ein Viertel ihrer Blätter oder Nadeln verloren haben, um 1,6 Prozentpunkte gesunken. Als "deutlich geschädigt" gelten damit noch 27,4 Prozent der Bäume in Bayerns Wäldern, wie Brunner sagte.
Besonders gut erholt hätten sich die Buchen. Sorge den Experten dagegen der Zustand der Eichen in Bayern. Diese Baumart habe heuer unter dem massiven Befall durch Insekten und Pilze wie Eichenwickler, Eichenprozessionsspinner und Mehltau zu leiden gehabt, sagte Brunner.
Für die Statistik wurden nach Mitteilung des Forstministeriums bayernweit rund 2.600 Bäume an insgesamt 154 Inventurpunkten erfasst.
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