07.07.2011, 14:50 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Felix Semmelroth
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Keine Stadt in Deutschland gibt so viel Geld für Kultur aus wie Frankfurt. Die Mainmetropole halte weiter den Rekord unter den Städten, sagte Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) am Donnerstag. Der Kulturetat der Stadt umfasse in diesem wie schon im vergangenen Jahr 168 Millionen Euro. Das sind 9,2 Prozent des Gesamthaushalts der Stadt oder 220 Euro pro Einwohner. Kultur ist in der Mainmetropole nach dem Sozialem und der Bildung der drittgrößte Posten. Das meiste Geld fließt in die Bühnen und in die Museen.
Die Stadt setze in der Kulturpolitik auf "Nachhaltigkeit und nicht auf Eventkultur", sagte Semmelroth über seine Ziele in den nächsten fünf Jahren. Der Koalitionsvertrag mit den Grünen biete dafür eine sichere Grundlage. CDU und Grüne hatten sich Anfang Mai auf eine Fortsetzung ihrer Koalition geeinigt. Seit der Kommunalwahl vom März verfügen sie über eine stabile Mehrheit. In der letzten Legislaturperiode war Schwarz-Grün noch auf die Tolerierung durch die FDP angewiesen.
Als eines seiner Ziele nannte Semmelroth die Weiterentwicklung des Museumsufers: Das neu gestaltete Filmmuseum wird bereits im August neu eröffnet, der Erweiterungsbau des Städel-Kunstmuseums folgt Anfang 2012. Das Historische Museum wird 2012 zuerst nur teilweise wiedereröffnet, bis 2014 soll der Neubau fertig sein. Kürzlich beschlossen wurde die Erweiterung des Weltkulturen-Museums. Geplant ist auch ein Umbau des Jüdischen Museums.
Quelle: dpa
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