04.01.2011, 13:59 Uhr | DAPD
Berlin (dapd). Der Berliner Friedrichstadtpalast hat erneut seinen Umsatz und die Jahresauslastung gesteigert. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wurden 2010 mehr als 449.500 Karten für die eigenen Shows verkauft, vier Prozent mehr als 2009. Der Umsatz stieg um 1,6 Millionen Euro auf 21,2 Millionen Euro. Der Landeszuschuss betrug 2010 rund 6,5 Millionen Euro.
Der Friedrichstadtpalast wird neben Shows auch für festliche Veranstaltungen genutzt, unter anderem während der Berlinale. Am 8. April soll in dem Haus erneut der Deutsche Filmpreis Lola verliehen werden. Alle Veranstaltungen und Gastspiele zusammen gerechnet besuchten den Palast pro Jahr rund 700.000 Gäste, hieß es. Damit liege das Theater an der Spitze aller deutschen Bühnen.
Das ehemalige Zirkusgebäude am Schiffbauerdamm war 1910 erstmals von Max Reinhardt als Theater bespielt worden. Acht Jahre später übernahm er den Bau und ließ ihn durch Hans Poelzig (1869-1936) zum Großen Schauspielhaus umbauen. In den 1920er Jahren avancierte das Haus zum Revuetheater. Nach schweren Zerstörungen wurde es bis 1947 wieder zum Friedrichstadtpalast aufgebaut, musste allerdings 1980 wegen Baufälligkeit schließen. Der Abriss erfolgte 1985. Derzeit entstehen auf dem alten Areal Luxuswohnungen. Der neue Palast wurde 1984 in Sichtweite eröffnet. Der große Saal bietet 1.895 Plätze. In der ehemaligen Kleinen Revue hat heute der "Quatsch Comedy Club" seinen Sitz.
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