21.03.2011, 09:53 Uhr | dapd
Saarbrücken (dapd). SPD-Chef Sigmar Gabriel unterstützt den Kurs der Landespartei in Sachsen-Anhalt, sich nicht als Juniorpartner an einer möglichen rot-roten Koalition zu beteiligen. "In Sachsen-Anhalt können wir niemanden zum Ministerpräsidenten machen, der die solide Finanzpolitik des SPD-Spitzenkandidaten Jens Bullerjahn wieder zugrunde richten würde", sagte Gabriel der "Saarbrücker Zeitung" (Samstagausgabe) laut Vorabbericht.
Die SPD in Sachsen-Anhalt lehnt ein Regierungsbündnis mit der Linken zwar nicht ab, will aber keinen Linksparteikandidaten zum Ministerpräsidenten wählen. Nach Umfragen liegen SPD und Linke gleichauf hinter der CDU. Gewählt wird am Sonntag.
Gabriel sagte, es komme schon darauf an, wer die Koalition anführe. "Rechnerische Mehrheiten sind nicht automatisch politische Mehrheiten", sagte er. Die SPD wolle Wachstum, solide Finanzen und sozialen Zusammenhalt zusammenbringen. "Die Linke kümmert sich nicht um Finanz- und Wirtschaftspolitik", sagte Gabriel.
dapd
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