23.03.2011, 14:11 Uhr | dapd
Erfurt (dapd-lth). Die Betreuung von behinderten Schülern an den allgemeinbildenden Schulen im Freistaat soll ausgebaut werden. Dadurch werde der gemeinsame Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern vorangebracht, sagte Bildungsminister Christoph Matschie (SPD) am Mittwoch in Erfurt.
Ab dem kommenden Schuljahr werde allen Grund- und Regelschulen eine halbe Stelle zur sonderpädagogischen Betreuung zugewiesen. Darüber hinaus würden abhängig von der Schulgröße und der zu betreuenden Schüler weitere Sonderpädagogen an den Schulen eingesetzt. Um diese Vorgaben umzusetzen, sollen Lehrer von den Förderschulen abgezogen werden.
Für behinderte Kinder sei es wichtig, in der Mitte der Gesellschaft aufzuwachsen, sagte Matschie. So könnten sie früh lernen, sich zu behaupten. Der gemeinsame Unterricht ermögliche es zudem den anderen Schülern, Unterschiede zu erleben und Verantwortung zu übernehmen. Nach Angaben des Ministerium lernt derzeit nur jeder vierte behinderte Schüler im gemeinsamen Unterricht mit anderen Kindern.
dapd
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