16.03.2011, 12:57 Uhr | dapd
Stuttgart (dapd-bwb). Der Energiekonzern EnBW ist laut einer von der Umweltschutzorganisation Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie zu stark von Atom- und Kohlekraftwerken abhängig. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse das Unternehmen stärker auf erneuerbare Energiequellen setzen. Ansonsten drohe dem Konzern und seinem Miteigentümer, dem Land Baden-Württemberg, ein finanzielles Fiasko, erklärte ein Sprecher von Greenpeace am Mittwoch in Stuttgart.
Die EnBW-Führung halte an einem Geschäftsmodell aus den 70er Jahren fest, sagte der Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling. Die vier Atomkraftwerke (AKW) in Neckarwestheim und Philippsburg trügen zu über 50 Prozent der Gewinne des Konzerns bei. Der Anteil erneuerbarer Energiequellen am Erzeugungsmix von EnBW liege bei nur 0,4 Prozent.
Die Studie empfehlt dem Energiekonzern daher eine Neuausrichtung. So könne EnBW in Zukunft etwa als Infrastrukturdienstleister die Strom- und Gasnetze im Land betreiben, ausgewählte Regionen mit Energie versorgen, Strom und Gas national vertreiben und zusätzlich regional Strom aus regenerativen Energiequellen erzeugen.
dapd
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