13.02.2012, 21:48 Uhr | dapd
Es war ein harmonisches Aufeinandertreffen: Eine Stunde lang antworteten die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und SPD-Landeschef Heiko Maas auf die Fragen der Chefredakteure Norbert Klein (Saarländischer Rundfunk) und Peter Stefan Herbst ("Saarbrücker Zeitung"). Am Ende der Sendung "saartalk" am Montag bekundeten beide Spitzenkandidaten vor laufenden Kameras ihren gegenseitigen Respekt. Maas sei "sachbezogen und verlässlich", betonte Kramp-Karrenbauer. Maas wiederum sagte, er schätze an Kramp-Karrenbauer deren Politikstil und die Orientierung an sachlichen Lösungen.
Beide Spitzenkandidaten antworteten gezielt mit Blickrichtung auf die Fragesteller, vermieden weitgehend direkte Blickkontakte. "Wir kämpfen nicht für eine Koalition", sagte Kramp-Karrenbauer. Maas wiederum betonte, "nicht nach rechts oder links" zu schauen, sondern "auf die eigenen Stärken". Ernsthafte inhaltliche Differenzen vermochten die beiden Chefredakteure den beiden Wahlkämpfern nicht zu entlocken.
Kramp-Karrenbauer lobte das Einlenken der SPD in Sachen Schuldenbremse. Damit seien die Sozialdemokraten auf einem "richtigen Weg", auch wenn dies erst "ein kleine Weile" her sei. Maas bestätigte, de SPD haben "ihren Frieden mit der Schuldenbremse" gemacht. Sie stehe schließlich im Grundgesetz. Und außerdem ginge dem Land bei Nichteinhaltung "viel Geld verloren", sagte er mit Blick auf die Konsolidierungshilfen.
In der Bildungspolitik deuteten beide Kontrahenten Unterschiede in der Ausgestaltung des Schulsystems an. Maas bekräftigte, an den im vergangenen Jahr - gegen die Stimmen der SPD - beschlossenen Strukturen mit der Einführung einer Gemeinschaftsschule nicht mehr rütteln zu wollen. Auch in der Wirtschaftspolitik dürften beide im Fall einer großen Koalition noch Klärungsbedarf in einer Reihe von Detailfragen haben. Nicht mehr die Höhe der Arbeitslosenzahl, sondern die Frage fairer Arbeit sei die eigentliche soziale Frage der Zukunft, betonte Maas.
Das für beide wegen der Rolle Kramp-Karrenbauers als früher zuständige Kulturministerin kritische Thema des Saarbrücker Museumsneubaus "Vierter Pavillon" wurde nur in den Schlussminuten angesprochen. Maas sprach von einem "großen Symbol der Verschwendung" und betonte, dass auch die Frage der politischen Verantwortung - ohne einen Namen zu nennen - im noch laufenden Untersuchungsausschuss geklärt werden müsse. Kramp-Karrenbauer wiederum verwies darauf, dass auch ihre Partei für Transparenz eintrete und der Einsetzung des Untersuchungsausschusses zugestimmt habe.
Großen Differenzen zwischen beiden Parteien im Wahlkampf sind nach dieser Sendung kaum zu erwarten. Zu klar war die Absichtserklärung beider Spitzenkandidaten, am Wahlabend ihren Parteien Gespräche mit der jeweils anderen zu empfehlen.
dapd
Beide schrieb:
am 14. Februar 2012 um 13:54:34
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ohne Programm
Bei beiden war in der Talkshow kein parteieigenes Programm zu erkennen.
Alles zielt auf eine große Koalition hinaus. Und hier
muß der Wähler genau aufpassen, weil rein garnichts in diesem Falle nach den Wahlen passiert.
Es geht im selben Trott weiter. Schuldenabbau, Bildung, Minister- und Staatssekretäreversorgung kein Wort. Und dann das Rauchergesetz in Frage stellen. Es wird nichts geschehen bei einer schwarz-roten- oder rot-schwarzen Regierung. Wahlveranstaltungen besuchen mit gezielte Fragen
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Theodor schrieb:
am 14. Februar 2012 um 10:42:46
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Kramp-K
Liebe Wählerinnen und Wähler, diese Frau, die Inkarnation einer Gruppenleiterin der kath. Jugend, ist für die Politik nicht
geeignet. In der Koalition ist keine Abstimmung geplatzt, Alle Minister von Grün bis FDP hatten ihre Arbeit zufriedenstellend gemacht. Ein Platzen war unnötig und sollte offenbar ihr und ihrer Partei nach Umfragen u.U. nützen. Die Vorziehung der Wahlen kostet den Steuerzahler Millionen, wobei die SPD mit ihrer Weigerung auch nicht unschuldig ist. Also nicht die Beiden!!!!!!
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Alfred schrieb:
am 13. Februar 2012 um 23:04:59
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Woran erinnert mich das?
Irgend wie kommt mir das vor wie zu Zeiten der DDR. Offensichtlich gibt es keine richtige Parteienlandschaft mehr,
das sind nur noch Blockparteien wie es CDU und SPD in der DDR waren. Es ist völlig egal welche der sogenannten Volksparteien man wählt, es kommt immer das gleiche dabei raus. Ich werde die Piraten wählen, die sind noch demokratisch und nicht korrupt im Gegensatz zu den etablierten Parteien und Politikern.
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