22.02.2012, 20:53 Uhr | dapd
Selbstbewusst und kämpferisch haben sich die saarländischen Grünen an ihrem zehnten Politischen Aschermittwoch gegeben. "Wir wollen nicht, dass Heiko Maas (SPD) und Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) im Schlafwagen zur Macht fahren", sagte die Grünen-Spitzenkandidatin Simone Peter vor rund 200 Parteifreunden in Saarlouis. Es werde auf jede Stimme ankommen. Eine große Koalition sei Stillstand, betonte Peter. Nur die Grünen könnten eine große Koalition verhindern.
Landesparteichef Hubert Ulrich kritisierte die Vorabsprache für eine große Koalition zwischen CDU und SPD nach der Landtagswahl am 25. März. Dies widerspreche dem allgemeinen Demokratieverständnis. Zugleich zog er eine positive Bilanz des Beitrags seiner Partei zur gescheiterten Jamaika-Koalition. Die Grünen hätten bewiesen, dass sie regierungsfähig seien, sich an Verträge hielten und ihre Wahlversprechen umsetzten, sagte Ulrich.
Lob dafür gab es von der Grünen-Bundesvorsitzenden Claudia Roth, die als Gastrednerin ins Saarland gekommen war. "Ihr habt viel erreicht und Kompetenz bewiesen", sagte Roth. Das Saarland dürfe nun nicht zu einer Beute von SPD und CDU werden. Eine große Koalition wäre wie Mehltau und bedeute lediglich "Mauscheleien hinter verschlossenen Türen".
dapd
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