21.07.2010, 13:52 Uhr | DDP
Hamburg (ddp-nrd). Hamburg hat die Folgen der Wirtschaftskrise offenbar besser verkraftet als andere Bundesländer. Bezogen auf die Firmendichte pro Land haben sich im ersten Halbjahr 2010 in Hamburg mit 29 Fällen je 10 000 Unternehmen bundesweit die wenigsten Firmenpleiten ereignet, wie die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel am Mittwoch unter Berufung auf eine Studie mitteilte. Auch in Bayern (38), Baden-Württemberg, dem Saarland und Thüringen (je 40 Fälle) sind die Fallzahlen vergleichsweise niedrig. Diese Länder lägen unterhalb des Bundesdurchschnitts mit 46 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen.
Den schlechtesten Wert verzeichnete den Angaben zufolge weit abgeschlagen Bremen mit 80 Insolvenzen je 10 000 Firmen. Aber auch in Sachsen-Anhalt mit 67 Fällen je 10 000 Unternehmen, Schleswig-Holstein (62) und in Berlin (59) hätten sich erhöhte Werte gezeigt. In Niedersachsen lag die Quote bei 55, in Mecklenburg-Vorpommern bei 50.
Gemessen an den absoluten Zahlen der Firmenpleiten ist auf Länderebene im ersten Halbjahr Nordrhein-Westfalen mit 3305 Fällen Spitzenreiter. Auf den folgenden Plätzen rangierten dann Bayern (2258), Baden-Württemberg (1863) und Niedersachsen (1781). Im Norden folgen dann Schleswig-Holstein (766), Hamburg (499), Mecklenburg-Vorpommern (389) sowie Bremen (211).
Bundesweit lag die Zahl der Firmenpleiten im ersten Halbjahr mit 17 178 den Angaben zufolge um 4,5 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr erwarten die Experten einen Anstieg von drei bis vier Prozent auf bis zu 35 000 Fälle.
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