15.07.2011, 09:25 Uhr | dapd
Hamburg (dapd-nrd). Knapp zwei Monate nach dem Fund von EHEC-Erregern auf Gurken hat die Hamburger Staatsanwaltschaft ihre Akten bei mehreren Ermittlungen geschlossen. In allen vier Verfahren gegen Händler und ein Restaurant habe sich ein ausreichender Tatverdacht wegen Verstoßes gegen Lebensmittelvorschriften nicht bestätigt, sagte Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers am Donnerstag in der Hansestadt auf dapd-Anfrage.
Am 26. Mai war der EHEC-Erreger an vier Salatgurken vom Hamburger Großmarkt entdeckt worden. Dabei hatte es sich jedoch nicht um den EHEC-Stamm gehandelt habe, der zur Epidemie geführt hatte. Dies hatten Untersuchungen des Instituts für Hygiene und Umwelt sowie des Bundesinstituts für Risikobewertung ergeben.
In Folge des besonders aggressiven Typs waren acht Menschen in Hamburg gestorben. Bundesweit wurden bislang 51 Tote registriert. Die EHEC-Welle hatte die Krankenhäuser in Hamburg wie auch anderen Bundesländern an ihre Grenzen gebracht.
Bei den Ermittlungsverfahren hat sich der Verdacht Möllers zufolge in drei Fällen zerschlagen. Im vierten Fall sei zwar ein EHEC-Erreger, wenn auch ein weniger gefährlicher, auf den Gurken festgestellt worden. Allerdings konnte dem Beschuldigten kein vorsätzliches oder fahrlässiges Verhalten nachgewiesen werden, wie Möllers sagte. Der Händler hatte die Gurken selbst aus Spanien importiert.
Die Verfahren gegen Händler und ein Restaurant sind am Mittwoch eingestellt worden. Aufgenommen wurden die Ermittlungen einst Anfang Juni.
dapd
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