05.01.2011, 09:09 Uhr | DAPD
Hamburg (dapd-nrd). Der Hamburger Tanker "CPO China" ist am Montag nur knapp einer Entführung durch Piraten entgangen. Die Seeräuber griffen das Schiff unter Einsatz einer Panzerfaust rund 230 Seemeilen vor der omanischen Küste an, wie ein Sprecher der Reederei Offentankers am Dienstag in Hamburg auf dapd-Anfrage sagte. Ihnen gelang es, an Bord zu kommen. Sie konnten jedoch weder die Kontrolle über das Schiff übernehmen noch die Besatzung auffinden, die sich in einem gesicherten Raum unter Deck versteckt hielt. Als etwa elf Stunden nach dem Beginn des Angriffes die durch einen Notruf alarmierte australischen Fregatte HMAS "Melbourne" an der "CPO China" andockte, hatten die Piraten das Schiff schon wieder verlassen. Verletzt wurde niemand.
Die rund 183 Meter lange "CPO China" befand sich mit einer Ladung Pflanzenöl auf dem Weg von Singapur nach Salalah im Oman. Sie wurde von einer 20-köpfigen Crew meist osteuropäischer und philippinischer Seeleute manövriert. Deutsche waren nicht an Bord. Auf der Brücke des Schiffes entstand erheblicher Sachschaden. Die Piraten zerstörten unter anderem die Navigations- und Kommunikationsanlagen des Schiffes.
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