22.02.2012, 20:33 Uhr | dapd
Bei Schießübungen der Bundeswehr auf einem Truppenübungsplatz in Sachsen hat ein Hauptfeldwebel einen Gefreiten angeschossen und schwer verletzt. Der 25-Jährige wurde notoperiert. Sein Zustand sei stabil und er sei ansprechbar, sagte ein Sprecher der 13. Panzergrenadierdivision am Mittwoch in Leipzig auf dapd-Anfrage.
Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstag auf einem Übungsplatz bei Weißwasser in der Lausitz, wo sich Soldaten auf einen Auslandseinsatz vorbereiten. Eine Gruppe Soldaten des Panzergrenadierbataillons 371 aus Marienberg simulierte laut Polizei einen Häuserkampf mit Platzpatronen. Der 36 Jahre alte Hauptfeldwebel habe als einziger scharfe Munition verwendet und unbeabsichtigt zwei Schüsse auf den Hauptgefreiten abgefeuert, sagte ein Polizeisprecher in Görlitz.
Der Hauptgefreite sei von einem Streifschuss am Oberschenkel getroffen worden. Ein weiterer Schuss habe das Magazin seines Gewehrs getroffen und die darin enthaltene Munition explodieren lassen, sagte der Polizeisprecher. Die herumfliegenden Splitter verletzten den 25-Jährigen an beiden Beinen. Der Soldat sei in einer Klinik in Weißwasser notoperiert und dann in ein Bundeswehrkrankenhaus verlegt worden.
Gegen den Hauptfeldwebel wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Er habe die scharfe Munition von einer anderen Schießübung mit dabei gehabt, was nicht hätte passieren dürfen, sagte der Polizeisprecher.
dapd
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