23.02.2012, 10:15 Uhr | dapd
Die Saar-SPD sieht sich bereit für die Regierungsübernahme im kleinsten deutschen Flächenland. "Nirgendwo sonst ist ein Wahlsieg der SPD so greifbar wie hier im Saarland", sagte Spitzenkandidat Heiko Maas beim Politischen Aschermittwoch der Saar-SPD in Siersburg. "Was wir in zwei Jahren Jamaika erlebt haben, das glaubt uns doch niemand. Zwei Jahre Chaos, Peinlichkeiten und Durcheinander liegen hinter uns", rief der 45 Jahre alte Landesvorsitzende den rund 1.200 Anhängern in der Niedtalhalle zu.
Maas griff in seiner halbstündigen Rede auch Ministerpräsidentin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer direkt an, mit deren Partei die SPD nach der Wahl eine große Koalition anstrebt. "Annegret Kramp-Karrenbauer ist nicht die Erlöserin von Jamaika, sondern sie ist die Hebamme gewesen", sagte Maas.
Zugleich bekräftigte der SPD-Chef aber auch seine Absage an eine Koalition mit der Linkspartei. "Man kann mehr Gerechtigkeit generieren ohne diese Linkspartei. Die braucht man dafür nicht", sagte Maas. Wer Oskar Lafontaine wähle, werde Annegret Kramp-Karrenbauer erhalten, fügte er mit Blick auf die Frage hinzu, wer in einer großen Koalition den Regierungschef stellt.
Ins gleiche Horn stieß der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel, der als Gastredner ins Saarland gekommen war. "Lasst uns den Leuten klar sagen, jede Stimme für Oskar und seinen Verein ist eine Stimme zur Fortsetzung der CDU-Regierung", sagte Gabriel.
dapd
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