04.08.2010, 15:20 Uhr | DDP
Mainz/Berlin (ddp-rps). Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) hat die vom Bundeskabinett beschlossene Einführung des Führerscheins mit 17 begrüßt. "Unsere Erfahrungen aus den vergangenen fünf Jahren sind durchweg positiv - das ist ein Erfolgsmodell", sagte Hering am Mittwoch in Mainz. Nun können die jungen Fahrer während der Begleitphase Fahrpraxis sammeln und dabei auf den Rückhalt und die Fahrerfahrung der jeweiligen Begleiter zurückgreifen, sagte Hering.
Aus dem Ausland sei bekannt, dass ähnliche Beispiele des Begleiteten Fahrens zu erheblich sinkenden Unfallzahlen geführt hätten, sagte der Verkehrsminister. Deshalb sei es konsequent gewesen, dass Rheinland-Pfalz als eines der ersten Bundesländer im Jahre 2005 den Modellversuch "BF 17" eingeführt habe. In Rheinland-Pfalz nehmen den Angaben zufolge mittlerweile 40 Prozent der Fahranfänger an BF 17 teil.
Laut dem beschlossenen Gesetzentwurf des Bundeskabinetts können sich Fahranfänger bereits ab ihrem 17. Geburtstag ans Steuer setzen, wenn sie von einem mindestens 30 Jahre alten Beifahrer begleitet werden. Dieser darf nicht weniger als fünf Jahre Fahrpraxis und nicht mehr als drei Strafpunkte im Flensburger Verkehrszentralregister haben. Die Begleitperson muss zudem amtlich eingetragen sein. Ab ihrem 18. Geburtstag dürfen Fahranfänger dann alleine fahren.
Nach Angaben des Verkehrsministeriums sind junge Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren im Verkehr am stärksten gefährdet. Obwohl ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung nur acht Prozent beträgt, sind sie laut Statistik in fast 25 Prozent der Unfälle verwickelt.
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