22.09.2010, 12:57 Uhr | DDP
Königstein im Taunus (dapd-hes). Der Landesbetrieb Hessen-Forst erholt sich von der Wirtschaftskrise. Während die Erträge 2009 im Vergleich zu 2008 um 31 Prozent zurückgegangen seien, sei für 2010 wieder mit einer guten Bilanz zu rechnen, sagte der Hessen-Forst-Chef Michael Gerst am Mittwoch bei der Vorstellung des Nachhaltigkeitsberichts im Forstamt Königstein im Taunus. Ursache für die gesunkenen Erträgen sei vor allem die eingebrochene Rohholznachfrage gewesen. Hoffnung auf ein gutes Geschäftsjahr 2010 gebe es wegen steigender Holzpreise und Einsparungen bei der Ernte.
Die massiven Waldschäden, verursacht durch die Stürme Emma im Jahr 2008 und Kyrill im Jahr 2007, seien ein Härtetest für den Landesbetrieb gewesen, betonte Gerst. So habe der Anteil von geschädigtem Holz 2008 bei mehr als 2,7 Millionen Kubikmeter gelegen. Dies sei ein Vierfaches der geplanten Schadensmenge gewesen. 2009 waren die Wälder als Folge der Sturmschäden von Borkenkäfern befallen.
Um die Staatswälder sturmfester zu machen, will Gerst in Zukunft vermehrt Douglasien anpflanzen. "Die vorhandenen, alten Douglasienwälder in Hessen zeigen uns ganz deutlich, welche Stabilität diese Baumart in unsere zukünftigen Wälder bringen kann", sagte er. Die Holzverluste sieht Gerst als Chance, um "den Wald stabiler als vor den Sturmschäden wieder aufzubauen".
Erstmals erstellte Hessen-Forst eine Klimabilanz zur Reduzierung von Kohlendioxid. Demnach banden die nachhaltig bewirtschafteten Staatswälder in Hessen 2008 rund drei Prozent der Gesamtemissionen im Land.
dapd
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