04.04.2011, 13:45 Uhr | dapd
Frankfurt/Main (dapd-hes). Nach dem angekündigten Rückzug des Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle will die hessische FDP stärker in der Parteispitze vertreten sein. Landtagsfraktionschef Florian Rentsch forderte am Montag auf HR-info für den Landesvorsitzenden Jörg-Uwe Hahn "einen prominenten Posten im künftigen Parteipräsidium". Der Meldung zufolge will Rentsch selbst auf dem Rostocker Parteitag der Liberalen im Mai für den neuen Bundesvorstand kandidieren.
Hahn gehörte diesem Gremium schon bisher an. Er hat aber bereits vor geraumer Zeit eine Kandidatur für das Parteipräsidium angekündigt. Zuletzt ließ der hessische Justizminister durchblicken, dass er sich auch eine Bewerbung als stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP vorstellen kann. Rentsch sagte, das neue Führungsteam müsse breit aufgestellt sein und starke Landesverbände einbeziehen. "Das Hauptproblem der FDP war, dass wir insgesamt zu einer Finanz- oder Steuerpartei geworden sind", fügte er hinzu. Das sei zu wenig für eine liberale Partei.
Hahn hatte am Sonntagabend den Verzicht Westerwelles auf den Parteivorsitz begrüßt und ihm dafür Respekt gezollt. Westerwelle übernehme damit eine große Verantwortung. "Jetzt geht es darum, die FDP inhaltlich neu zu positionieren und ein neues Team aufzustellen", fügte Hahn hinzu. Ziel sei es, dass liberale Ideen wieder glaubwürdig repräsentiert werden.
dapd
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