13.01.2011, 10:36 Uhr | DAPD
München (dapd-bay). Entlang der Flüsse in Bayern drohen neue Überschwemmungen. Durch starke Niederschläge und Schneeschmelze stiegen die Wasserstände an den Zuflüssen zu Main und Donau am Donnerstag wieder an, wie der Hochwassernachrichtendienst in München mitteilte. "Es kommt eine zweite Welle. Wie schlimm sie wird, lässt sich noch nicht prognostizieren", sagte ein Sprecher am Donnerstag. Er rechne damit, dass in einigen Gebieten die Überschwemmungen stärker werden als durch die erste Welle in den vergangenen Tagen.
An den Main-Zuflüssen galten am Mittwoch die Meldestufen 1 und 2. An den Oberläufen des Weißen und Roten Mains wurde Meldestufe 3 überschritten. In Schenkenau an der Itz und Rasch an der Schwarzach galt ebenfalls Meldestufe 3. An den nördlichen Donauzuflüssen und den Zuflüssen aus dem südlichen Donauvorland waren am Donnerstagvormittag die Meldestufen 1 und 2 erreicht. Der Hochwassernachrichtendienst rechnete dort im Laufe des Tages verbreitet mit Überschwemmungen der Meldestufe 2 und 3, örtlich auch der Meldestufe 4.
Unterdessen gab es durch die erste Hochwasserwelle am Main in Unterfranken weiterhin Überschwemmungen. An den Pegeln des Mains unterhalb von Würzburg galt noch Meldestufe 3. Der Scheitel des Hochwassers passierte am Donnerstag Aschaffenburg. Der Deutsche Wetterdienst sagte bis Freitagvormittag Niederschläge und starkes Tauwetter in Teilen Bayerns voraus. Der Hochwassernachrichtendienst rechnete daher mit weiter steigenden Wasserständen.
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