08.06.2011, 11:19 Uhr | dapd
Dresden (dapd-lsc). Der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) hat die geplante Hygiene-Ampel für Gaststätten als Pranger für die Wirte kritisiert. Sie schüre Ängste und stigmatisiere Gastwirte für lange Zeit, auch wenn die festgestellten Mängel längst beseitigt seien, erklärte Morlok am Mittwoch in Dresden.
Die Wirtschaftsminister der Länder hatten am Dienstag das bundeseinheitliche Modell der Hygiene-Ampel abgelehnt, mit der Gaststättenbesucher nach einem Beschluss der Verbraucherminister der Länder über die Ergebnisse der jüngsten Lebensmittelkontrollen informiert werden sollen. Als Gründe für ihr Nein führten die Wirtschaftsminister auf ihrer Konferenz im schleswig-holsteinischen Plön den erhöhten bürokratischen Aufwand und die daraus resultierenden Kostensteigerungen an.
Die Konferenz begrüßte den Angaben des sächsischen Wirtschaftsministeriums zufolge das Ziel, die Verbraucher vor Gesundheitsgefährdungen durch mangelnde Hygiene in Lebensmittelbetrieben zu schützen. Die Ampel sei dafür aber kein geeignetes Instrument.
dapd
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