25.02.2011, 17:31 Uhr | dapd
Lübeck (dapd-nrd). Das schwedische Möbelhaus Ikea darf sich nun doch in ursprünglich vorgesehener Größe in Lübeck ansiedeln. Schleswig-Holsteins Innenminister Klaus Schlie (CDU), Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) und Ikea-Expansionschef Armin Michaely einigten sich am Freitag in Kiel auf einen Kompromiss.
Demnach darf der Konzern ein Einrichtungshaus, ein Scandinavien-Center sowie einen Bau- und Gartenmarkt mit einer Verkaufsfläche von 60.000 Quadratmetern errichten.
Zunächst hatte die Landesplanungsbehörde die Verkaufsfläche um 2.300 Quadratmeter verkleinert. Die Landesregierung sei bereit, auf die Streichungen zu verzichten, wenn Ikea keinen eigenständigen Drogeriemarkt baue, sagte Schlie. Zudem dürfe der Anteil der sogenannten zentrenrelevanten Sortimente wie beispielsweise Haushaltswaren in einem geplanten Fachmarkt mit 6.000 Quadratmeter Verkaufsfläche höchstens 50 Prozent betragen.
Michaely sprach von einem "Kompromiss, der beiden Seiten weh getan hat". Die Zustimmung der Ikea-Gremien zu der Investition mit einem Volumen von 120 Millionen Euro stehe noch aus. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen", sagte Saxe. Er sprach von einer der größten privaten Investition in Lübeck seit Jahrzehnten.
Baubeginn könne voraussichtlich bereits im Herbst sein, sagte Saxe. Die Eröffnung sei ein Jahr später denkbar. Er rechnet mit rund 400 neuen Arbeitsplätzen.
dapd
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