30.08.2011, 18:08 Uhr | dapd
Erfurt (dapd-lth). Die Ingenieurkammern Mitteldeutschlands haben die Vergabeverfahren scharf kritisiert. Die Bedingungen seien mittlerweile existenzgefährdend für den Berufsstand, teilten die Kammern Thüringens, Sachsens und Sachsen-Anhalts am Dienstag nach einer gemeinsamen Sitzung auf Schloss Ettersburg mit.
Die Vergabe von Aufträgen müsse einfacher, transparenter und kostengünstiger werden. Dies sei auch im Interesse der öffentlichen Auftraggeber. In diesem Zusammenhang plädierten die Kammern dafür, bereits vorab wichtige Zugangsvoraussetzungen zu prüfen.
Weitere Themen des Treffens waren den Angaben zufolge die Honorare, die Übertragung hoheitlicher Aufgaben an die Kammern sowie die Existenzsicherung durch die Bereitstellung von Investitions- und Fördermitteln.
Der Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Dirk Bergner, schloss sich der Kritik an. "Wer etwas für die regional ansässigen Unternehmen und für die schnellere Vergabe öffentlicher Aufträge tun will, muss als erstes das Vergaberecht entrümpeln", sagte er.
SPD-Wirtschaftsexperte Wolfgang Lemb verteidigte das Thüringer Vergabegesetz als eines der modernsten in Deutschland. Die FDP forderte er auf, klar zu sagen, was sie meint, damit dies bei der vereinbarten Überprüfung berücksichtigt werden könne.
dapd
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