21.12.2010, 14:43 Uhr | DAPD
München (dapd-bay). Die Armutsrisiko für über 65-Jährige ist in Bayern so hoch wie in keinem anderen Bundesland. 17,7 Prozent der Menschen in dieser Altersgruppe waren 2009 von Armut bedroht, wie die Landesvorsitzende des Sozialverbandes VdK Bayern, Ulrike Mascher, am Dienstag in München sagte. Ernst Kistler vom Internationalen Institut für Empirische Sozialökonomie bezeichnete dies als einen "herausragend hohen Wert". Bundesweit waren 2009 11,9 Prozent der über 65-Jährigen von Armut bedroht.
Jede fünfte Frau war den Angaben zufolge im Freistaat im vergangen Jahr armutsgefährdet. Innerhalb von sechs Jahren sei die Zahl von 17,4 auf 20 Prozent gestiegen (Bund: 13,6). Größtes Armutsrisiko für verheiratete und alleinerziehende Frauen ist Mascher zufolge die Kindererziehung. Weil es zu wenig Betreuungsmöglichkeiten für Kinder gebe, könnten Frauen häufig nur einen Teilzeitjob annehmen. Außerdem erhielten Frauen häufig nur Niedriglöhne. Dadurch seien die Renten zu gering, um im Alter davon leben zu können.
Kistler zufolge waren die Renten 2009 niedriger als im westdeutschen Durchschnitt. Aber auch innerhalb Bayerns gebe es bei den Renten große regionale Unterschiede. Die höchsten Altersrenten gab es im Schnitt in Oberbayern und Mittelfranken. In Niederbayern und der Oberpfalz waren die Renten bis zu 90 Euro niedriger.
Wegen der steigenden Altersarmut fordert der VdK einen Armutsbeauftragten, einen branchenübergreifenden Mindestlohn, mehr Vollzeitstellen für Frauen und mehr Ganztagseinrichtungen für Kinder.
DAPD
Acht Flaschen 2007er San Martino plus Dekanter jetzt für nur 49,- € statt 78,10 €. von Hawesko
24,6 cm Tablet-PC mit Android 4.0, 1 GHz Prozessor inkl. Ledertasche für nur 229,- €. bei euronics
Nie wieder offline - endlos surfen & simsen. Nummer mitnehmen und 25,- € sichern. von congstar.de