29.03.2011, 12:52 Uhr | dapd
München (dapd-bay). Der Vorsitzende der bayerischen Jungen Liberalen, Stefan Alexander Siegle, lehnt Forderungen nach einer kompletten Abschaffung der Studiengebühren im Freistaat ab. Siegle betonte am Dienstag in München, die Hürden für den Beginn einer akademischen Ausbildung sollten zwar "so niedrig wie irgendwie möglich sein".
Zur Generationengerechtigkeit gehöre es aber auch, "alles zu tun, um den ausgeglichenen Haushalt und die Spitzenposition der bayerischen Hochschulausbildung zu erhalten".
Siegle verwies auf einen Beschluss des FDP-Landesvorstands vom Montagabend, demzufolge die Studiengebühren erst mit Eintritt in die Erwerbsarbeit fällig werden sollen. Diese sogenannte Nachlagerung von Studiengebühren schaffe es, "beide Ziele zu vereinbaren".
Die Vorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Bayern, Raffaela Bubendorfer, sagte: "Studiengebühren haben viele Nachteile." Die staatliche Nachlagerung nehme "den Druck von den Schultern der bayerischen Studienanfänger, sich gleich zu Beginn ihres Erwachsenenlebens privat verschulden zu müssen". Eine Komplettabschaffung der Gebühren sei dagegen "im Moment nur auf Kosten der Qualität in den Universitäten und auf Kosten anderer Bereiche der Bildungspolitik zu finanzieren".
dapd
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