18.01.2011, 13:27 Uhr | DAPD
Wiesbaden (dapd-hes). Das hessische Kabinett hat den Entwurf für ein neues Lehrerbildungsgesetz verabschiedet. Wie das Kultusministerium am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, kann die Neufassung nun Anfang Februar offiziell zur ersten Lesung in den Landtag eingebracht werden. Das Gesetz soll zum 1. August in Kraft treten.
Den Angaben zufolge ist die wichtigste Neuerung die Verkürzung des Referendariats für angehende Lehrer von bisher 24 auf künftig 21 Monate. Dabei werde die sechs Monate dauernde Einführungsphase auf drei Monate reduziert.
Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) verwies darauf, dass angehenden Lehrern nach der Zweiten Staatsprüfung so ein Übergang ohne Wartezeiten in den Schuldienst ermöglicht werde. "Diese Verkürzung des pädagogischen Vorbereitungsdienstes führt zu einer Verbesserung der inhaltlichen wie auch der organisatorischen Rahmenbedingungen." Zudem soll gemäß des Entwurfs in der Lehrerausbildung die Anzahl der bewerteten Ausbildungsmodule von zwölf auf acht sinken.
In einem nächsten Schritt sei beabsichtigt, den Praxisanteil während der ersten Phase der Lehrerausbildung zu erhöhen. Dazu soll eine Arbeitsgruppe des Kultus- und des Wissenschaftsministeriums eingesetzt werden, um noch in diesem Jahr ein Konzept zur Einführung eines sogenannten Praxissemesters zu entwickeln.
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