08.02.2012, 13:32 Uhr | dapd
Mit der Fachkräftekampagne des Landes "Durchstarten in MV" sollen noch mehr Jugendliche für eine berufliche Perspektive in Mecklenburg-Vorpommern interessiert werden. Künftig werden extra geschulte Promoter auf Berufsmessen und Ausbildungsveranstaltungen aller Art den Dialog mit Schülern suchen, um auf Ausbildungsmöglichkeiten hinzuweisen, wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Schwerin mitteilte.
Auch in Kinos sollen sie mit jungen Besuchern ins Gespräch kommen. Neu ist auch die Möglichkeit, sich im Internet nach Praktikumsplätzen erkundigen zu können.
Schulabgänger können sich bereits per Twitter und Facebook einen Überblick über freie Ausbildungsplätze im Land verschaffen. Die Fachkräftekampagne war im Oktober 2009 gestartet worden.
"Noch nie waren die Ausbildungschancen in unserem Land günstiger, noch nie standen so viele betriebliche Ausbildungsplätze so wenigen Bewerbern eines Jahrganges gegenüber", sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Rein rechnerisch fallen nach seinen Angaben auf einen unversorgten Bewerber sechs Stellenangebote. Das gelte insbesondere für das Hotel- und Gastgewerbe sowie den Einzelhandel.
Den Ausbildungsmarkt sieht Glawe als Herausforderung und Chance zugleich. Es gehe darum, bei sinkenden Bewerberzahlen junge Menschen für eine Ausbildung im eigenen Land zu begeistern.
Während Mecklenburg-Vorpommern mit seiner bundesweit beispiellosen Dauerkampagne um Fachkräfte wirbt, überzeugen vor allem westliche Bundesländer immer noch mit günstigeren Rahmenbedingungen. Dazu gehören insbesondere höhere Ausbildungsvergütungen und bessere spätere Verdienstmöglichkeiten. "Wenn sich das nicht ändert, stimmen Azubis und Fachkräfte mit den Füßen ab und bleiben nicht im Land", räumte der Minister ein. Er setze aber auf die Kräfte des Markts, der angesichts des Fachkräftemangels auch die Unternehmen im Land zwingen werde, entsprechende materielle Anreize zu setzen.
Dazu zählt Glawe eine generelle Imageverbesserung der Betriebe durch bessere und leistungsgerechte Bezahlung, geregelte Arbeitszeiten mit Überstundenausgleich sowie die Bereitstellung von bezahlbaren Unterkünften. In den vergangenen Jahren, als noch ein zahlenmäßiger Überschuss an Azubis und Fachkräften zu verzeichnen war, hätten sich Einstellungen bei vielen Firmen herausgebildet, wonach man für den Nachwuchs keine sonderlichen Bemühungen anstellen müsse. "Erfreulich ist, dass jetzt die Unternehmen immer mehr auf uns zukommen, um in die Fachkräftekampagne einzusteigen und davon zu profitieren", sagte Glawe.
dapd
sumsi schrieb:
am 8. Februar 2012 um 14:48:03
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es bleibt nicht übrig
bei der Bezahlung und den hohen Mietpreisen z.B. auf Rügen verstehe ich das die leute nich hier bleiben. solange man
noch bei 2 vollzeit AN mit 2 Kindern zum Amt muß um aufzustocken. es ist echt traurig.
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