24.11.2011, 16:33 Uhr | dapd
In der CSU sorgen kritische Bemerkungen ihres früheren Hoffnungsträgers Karl-Theodor zu Guttenberg über den Zustand der Partei für Verärgerung. Der Wirtschaftsexperte und frühere CSU-Chef Erwin Huber sagte am Donnerstag, für diese Belehrungen gebe es kein Verständnis. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hofft allerdings dennoch auf ein politisches Comeback des ehemaligen Verteidigungsministers.
Guttenberg hatte in einem Interview der Wochenzeitung "Die Zeit" unter anderem die "Behauptung" der CSU aufs Korn genommen, "man sei die letzte verbliebene Volkspartei". Dies werde "ihr bestimmt nicht mehr Wähler zuführen, sondern im Zweifel als Hybris ausgelegt". Er fügte hinzu: "Sich so zu bezeichnen, wenn man etwa 40 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von unter 60 Prozent bekommt, wirkt nur noch wie die Verhöhnung früherer Träume."
Guttenberg mahnte ferner, es reiche "für die CSU nicht aus, in romantischer Rückschau die gute alte Zeit zu beschwören". Er kritisierte: "Da haben sich doch schon viele Spinnweben gebildet." Er höre "immer wieder von jungen Leuten, dass es ihnen an einem Kompass fehlt".
Guttenberg warnte, die Gefahr eines Abstiegs zu einer Regionalpartei sei "immer dann gegeben, wenn die CSU glaubt, bayerische Interessen brachial und dauerhaft über gegebene bundespolitische und europäische Ansprüche sowie auch globale Einflüsse stellen zu müssen". Dieses Verhalten dürfe "nicht zum Grundmuster werden".
Guttenberg fügte hinzu: "Ich bin zurzeit Mitglied einer Partei, die einen langen Weg zu gehen hat, um von der Abwärtsbewegung der sogenannten Volksparteien nicht ergriffen zu werden." Auf die Frage, ob die Betonung auf dem Wort "zurzeit" liege, antwortete er: "Dabei möchte ich es bewenden lassen. Nicht jede Betonung muss bereits eine Drohung sein."
Ex-Parteichef Huber sagte der "Mitteldeutschen Zeitung", die CSU habe Guttenberg "in einem sehr reichen Maße Solidarität gegeben, als er in Schwierigkeiten war". Dass es dafür nun "Watschen für die eigene Partei" gebe, sei mehr als erstaunlich.
Zu einem möglichen Comeback des über die sogenannte Plagiatsaffäre gestürzten Politikers sagte Huber: "Karl-Theodor zu Guttenberg kann sich in der eigenen Partei jederzeit wieder um ein Mandat bewerben. Aber es ist nicht so, dass wir einen Thron frei halten." Sowohl in der Bundesregierung als auch in Bayern sei "kein Posten unbesetzt". Huber betonte: "Wir haben keine vakanten Stellen."
Bundesinnenminister Friedrich sagte jedoch der Nachrichtenagentur dapd: "Als Bezirksvorsitzender der CSU Oberfranken wünsche ich mir, dass Karl Theodor zu Guttenberg wieder in die Politik zurückkommt, und zwar nach Möglichkeit auch in seiner oberfränkischen Heimat." Zu möglichen Zeitplänen und Umständen wollte er sich nicht äußern. Friedrich betonte: "Ich habe keine Zweifel, dass man ihn willkommen heißt. Ich werde ihm aber keine öffentlichen Ratschläge geben."
dapd
grafiksammler schrieb:
am 24. November 2011 um 18:06:47
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Politik knebelt die Justiz
Dieser Freispruch gegen Geldzahlung von vielfachem Betrug. Der Schaden den er der Bundesrepublik Deutschland
zugefügt hat. In Bayern ist die Justiz nach dieser Skandaleinstellung nicht mehr als unabhängig zu bezeichnen. Das war eine Gefälligkeitsentscheidung. Schade dass in Hof kein aufrechter Demokrat sich mehr gefunden hat.
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Schwarzer Mann schrieb:
am 24. November 2011 um 17:59:02
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KTG
Mal gespannt was die Roten sich jetzt einfallen lassen.
Ist schon verwunderlich dass das Plagiatsthema sang und Klanglos vom Tisch ist.
Hat der Erzengel etwa gemerkt das er sich damit mehr selbst geschadet wie genutzt hat
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Farnz -Edmund schrieb:
am 24. November 2011 um 17:55:52
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Comeback
im Verhältnis zu den Affären eines Srauß,Stoiber,Wiesheu oder auch Schäuble ist der McNamara der CSU ein Waisenknabe
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