23.11.2010, 12:01 Uhr | DAPD
Potsdam (dapd-lbg). Der Anbau von Kartoffeln ist in Brandenburg auch in diesem Jahr wieder zurückgegangen. Für das laufende Jahr sei mit einer Ernte von rund 280.000 Tonnen zu rechnen, im vergangenen Jahr waren es noch 60.000 Tonnen mehr, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Dienstag in Potsdam mit. Grund dafür sind die weiter rückläufige Anbaufläche und ein schlechter Ertrag in diesem Jahr. Drei Viertel der Kartoffeln wurden von der Industrie etwa zu Chips und Pommes frites verarbeitet.
Auf rund 8.800 Hektar wurden Kartoffeln gerodet, im Jahr 2009 war die Fläche um 800 Hektar größer. Vor sechs Jahren betrug die Anbaufläche noch 13.100 Hektar. Auch der Ertrag pro Hektar schrumpfte laut Statistikamt wegen ungünstiger Witterungsbedingungen um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Pro Hektar wurden dieses Jahr 32 Tonnen geerntet. Die höchsten Erträge wurden in den Landkreisen Teltow-Fläming und Ostprignitz-Ruppin mit jeweils fast 36 Tonnen pro Hektar erzielt.
Während der Kartoffelanbau zurückgeht, ist der Anbau von Silomais den Angaben zufolge auf dem Vormarsch. Silomais wird zur Verbrennung in Biogasanlagen (37 Prozent) und als Futtermittel (63 Prozent) benutzt. Im Jahr 2010 wurde auf fast 156.000 Hektar Fläche Silomais angebaut, vor vier Jahren waren es 50.000 Hektar weniger gewesen. Insgesamt bewirtschaften die Bauern in Brandenburg der Behörde zufolge 276.000 Hektar Wiesen und Weiden.
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