02.11.2010, 11:29 Uhr | DDP
Berlin (dapd-lsc). Es gibt kaum noch Hoffnung auf das Überleben der vor knapp anderthalb Jahren im Jemen entführten drei Deutschen und ihres britischen Freundes. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dapd am Dienstag aus Sicherheitskreisen. Demnach hat eine Delegation deutscher Behörden im Sommer vor Ort noch einmal erfolglos versucht, den Entführten oder ihren Geiseln auf die Spur zu kommen. Viel Hoffnung bestehe nicht mehr, hieß es. Die Angehörigen seien darüber informiert worden.
Im Frühjahr waren zwei sechs und vier Jahre alte deutsche Mädchen aus der Gruppe freigelassen worden. Vermisst werden nach wie vor der Vater der beiden Mädchen, Johannes H. aus der Lausitz, seine Frau Sabine, der jüngere Bruder der Mädchen und ein britischer Staatsbürger. Zu der am 12. Juni 2009 in der nordjemenitischen Provinz Saada entführten Gruppe gehörten außerdem zwei Bibelschülerinnen aus Niedersachsen und eine Südkoreanerin. Sie waren im vergangenen Jahr ermordet worden. Hentschel und seine Frau hatten für eine christliche Hilfsorganisation in einem jemenitischen Krankenhaus gearbeitet.
dapd
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