15.02.2012, 15:15 Uhr | dapd
In Thüringen erhalten Kinder und Jugendliche deutlich häufiger Antibiotika verschrieben als ihre Altersgenossen in anderen Bundesländern. Demnach erhalten 44 Prozent der 0- bis 17-Jährigen mindestens einmal im Jahr ein Antibiotikum, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten, bundesweiten Untersuchung der Universität Bremen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervorgeht. Lediglich in Sachsen-Anhalt und im Saarland ist die Quote höher.
Die Studie kritisiert, dass Antibiotika häufig ohne Not verordnet würden, etwa zur Bekämpfung von Virusinfekten. Hier würden Antibiotika in der Regel aber nicht wirken. Zudem steige durch zu häufigen Einsatz die Resistenz der Erreger.
dapd
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