24.02.2011, 14:26 Uhr | dapd
Stuttgart (dapd-bwb). Baden-württembergische Städte und Gemeinden erhalten im Jahr 2011 insgesamt 182,5 Millionen Euro an Städtebauförderung. Davon stammen rund 145 Millionen Euro vom Land und rund 37 Millionen Euro vom Bund, wie Landeswirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) am Donnerstag in Stuttgart sagte. Dabei habe der Bund seine Mittel im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Millionen Euro gekürzt und das Land seine Mittel um 14 Millionen Euro aufgestockt. Insgesamt sollen davon 348 Projekte gefördert werden.
Zugleich betonte Pfister die Bedeutung der Förderungsmaßnahmen. "Das Städtebauförderungsgesetz ist eines der wichtigsten Gesetze, das es in Baden-Württemberg gibt", sagte der Minister. Die bewilligten Fördermittel würden Investitionen von bis zu 1,4 Milliarden Euro auslösen. Studien hätten belegt, dass jeder Förder-Euro in der Stadterneuerung mehr als acht Euro an privaten und öffentlichen Investitionen nach sich ziehe.
Pfister zufolge ist die Nachfrage nach Fördermitteln allerdings fünf Mal so hoch wie die zur Verfügung stehenden Mittel, weshalb Kriterien zur Mittelvergabe entwickelt worden seien. Schwerpunkte lagen unter anderem auf der Umnutzung innerstädtischer Brachflächen, dem Erhalt historisch wertvoller Bausubstanz sowie der Aufwertung benachteiligter Quartiere. Zudem sollten Gebäude energetischen Standards angepasst und kommunale Zentren gestärkt werden.
Von den bewilligten Mitteln fließen insgesamt 5,7 Millionen in die Landeshauptstadt Stuttgart, unter anderem zur Umnutzung des ehemaligen Güterbahnhofareals im Stadtbezirk Bad Cannstadt.
dapd
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