17.11.2010, 14:20 Uhr | DAPD
Erfurt (dapd-lth). Die Erkundung des Untergrundes am Erdloch im thüringischen Schmalkalden ist bislang ohne Ergebnisse verlaufen. "Wir nähern uns dem Problem aber mit allen möglichen Methoden und werden uns so nahe wie möglich an die geologische Wahrheit herantasten", sagte der Geologe Lutz Katzschmann von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) am Mittwoch in Erfurt. Als Frühwarnsystem sei derzeit ein Gerät installiert, das die Hangbewegung messe. Für alle weiteren Schritte müsse aber zunächst die Auswertung der vier Bohrungen abgewartet werden, die derzeit in der Nähe des Kraters stattfinden. Ergebnissen seien erst in einigen Wochen zu erwarten.
Katzschmann rief die Thüringer Bevölkerung dazu auf, bei der Erfassung gefährdeter Gebiete in den Katasterunterlagen zu helfen. Dazu sollte jedes neues Loch im Erdreich den Behörden gemeldet werden, sagte der Geologe. Eine Vorhersage von Erdfällen sei damit zwar nicht möglich, gefährdete Gebiete könnte so aber ausgewiesen werden.
Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) lobte erneut das besonnene Handeln der Einsatzhelfer und Anwohner in Schmalkalden. Auch gab Reinholz eine teilweise Entwarnung für die betroffenen Häuser. Derzeit bestehe keine akute Gefahr mehr, sagte er. Eine hundertprozentige Aussage sei aber erst möglich, wenn die endgültigen Messdaten vorlägen. Bis dahin werde die "Risikozone weiter beobachtet"..
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