14.02.2012, 13:12 Uhr | dapd
Auch der Grünen-Politiker Fritz Kuhn verlangt von der Bahn, noch mit den geplanten Baumfällungen für "Stuttgart 21" zu warten. Der Vizevorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, der bei der Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl antreten will, sagte der "Stuttgarter Zeitung" (Dienstagausgabe): "Derzeit sehe ich die Bahn als schlecht vorbereitet."
Zudem kündigte der Bundestagsabgeordnete an, im Wahlkampf den stellvertretenden Vorsitz der Bundestagsfraktion und die Leitung des Grünen-Arbeitskreises Wirtschaft, Finanzen und Soziales niederzulegen. Er werde aber einfaches Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Bundestages bleiben.
In seiner Kritik an der Bahn verwies Kuhn auf die noch nicht genehmigten Änderungen beim Grundwassermanagement. "Wenn sie bis Oktober nicht bauen kann, dann sollte sie die Bäume bis dahin stehen lassen", sagte er. Das wäre ein Schritt auf den Bürger zu.
Für den Protest gegen die anstehenden Baumfällungen zeigte Kuhn Verständnis, fügte aber hinzu: "Es muss friedlich bleiben, sonst vertieft sich die emotionale Spaltung." Er hoffe nicht, dass der Konflikt nun eskaliere.
Kuhn zufolge muss der künftige Stuttgarter Oberbürgermeister verhindern, dass der Konflikt auch noch von den nächsten Generationen ausgefochten wird. Er müsse dafür sorgen, dass die "Energie des Widerstands in eine positive Gestaltung der Stadt und ihrer Zukunft" münde. "Mehrheit und Minderheit müssen wieder Zusammenfinden in einer gemeinsamen Vision für die Stadt", sagte Kuhn weiter.
Der 56-Jährige traut sich nach eigenen Worten zu, bei der OB-Wahl am 7. Oktober auch die Stimmen der "Stuttgart 21"-Gegner zu bekommen, die aufgrund der Niederlage bei der Volksabstimmung enttäuscht sind. Er wolle aber keinen "abenteuerlichen Lagerwahlkampf" führen, sondern versuchen in allen politischen Lagern zu überzeugen, auch bei der SPD.
Kuhn plädierte zudem für einen Neuanfang zwischen Grünen und SPD. Die beiden Parteien hatten in vergangenen OB-Wahlen jeweils den anderen Kandidaten in der Stichwahl nicht unterstützt, obwohl dieser dadurch mehr Chancen gehabt hätte. Die "wechselseitigen Verletzungen" hätten sich ausgeglichen. "Jetzt muss es auch mal gut sein", sagte Kuhn.
dapd
Leonberger schrieb:
am 14. Februar 2012 um 14:47:01
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Der Schritt auf die Bürger zu ..
Hallo Herr Kuhn! Ein Schritt auf die Bürger zu? Prima! Die Mehrheit der Bürger hat sich für S21
entschieden! Deshalb fördern Sie das Projekt mit ihrer ganzen Kraft! Oder besteht die Bürgerschaft nur aus S21-Gegnern? Das nenne ich Klientelpolitik! Oder halten sie die Bürger, die für S21 sind, auch nur für "vom politischen Filz" manipulierte Unmündige die Sie nicht ernst nehmen müssen?
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Dana schrieb:
am 14. Februar 2012 um 14:11:43
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(1)
Kuhn
Da irrt Herr Kuhn: Die Bäume und vor allem die Zelte sowie den Dreck stehen zu lassen, wäre kein Schritt auf die Bürgerinnen und
Bürger zu. Denn nur die Parkverschmutzer selbst können dem derzeitigen Zustand des Parks etwas abgewinnen. Weiter zu warten hieße: Der Park bleibt eine Müllhalde. Die so genannten Parkschützer haben den Bürgern den Park seit über einem Jahr vorenthalten. Der Park gehört den Bürgern schon lange nicht mehr. Dann lieber so schnell wie möglich bauen.
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Bub schrieb:
am 14. Februar 2012 um 13:45:18
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Kuhn
Herr Kuhn, was soll der Blödsinn? Aber eines ist klar, sie torpedieren den Bau von S21. Also hören sie auf mit ihren markigen
Wahlpropagandasprüchen sie wollen am Volksentscheid nicht rütteln. Was machen sie gerade. Grün ist eben von Natur aus erst mal dagegen, Da unterscheiden auch Sie sich nicht!!
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