23.02.2012, 15:50 Uhr | dapd
Zur bundesweiten Schweigeminute für die Opfer der Mordserie von Rechtsextremisten haben sich am Donnerstag in Kassel etwa 30 Bürger vor einem der Tatorte versammelt. Sie gedachten vor einem Haus in der Kasseler Nordstadt des im Jahr 2006 erschossenen türkischen Internetcafé-Betreibers Halit Yozgat. Auch vor dem Kasseler Rathaus hielten einige Passanten punkt 12.00 Uhr kurz inne.
"Wir haben bewusst nicht viele Leute zum Tatort eingeladen. Es ist das viel wichtigere Zeichen, dass überall in Deutschland kurz innegehalten wird", sagte Kamil Sygin, der Vorsitzende des städtischen Ausländerbeirats.
Zum stillen Gedenken fanden sich auch die Kasseler Stadtverordnetenvorsteherin Petra Friedrich (SPD), der Präsident der Universität Kassel, Dieter Postlep, sowie mehrere ehrenamtliche Magistratsmitglieder ein und legten weiße Rosen an der Haustür des Opfers nieder. Der Vater von Halit Yozgat nahm unterdessen in Berlin an der Zeremonie im Konzerthaus am Gendarmenmarkt teil.
Mit einer Menschenkette aus rund 3.500 Bürgern war bereits im Dezember in Kassel der neun Männer und der Polizistin gedacht worden, die der sogenannten Zwickauer Terrorzelle zum Opfer fielen.
dapd
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