28.02.2011, 11:47 Uhr | dapd
Stuttgart (dapd-bwb). Baden-Württemberg hat 2009 nur noch bei den unter 30-Jährigen einen Bevölkerungszuwachs verbuchen können. Insgesamt sei die Zuwanderung jedoch stark zurückgegangen, teilte das Statistische Landesamt am Freitag mit. Knapp 9.000 junge Menschen seien ins Bundesland gezogen. Im Jahr 2000 waren es noch über 23.000 Menschen. Bei den über 30-Jährigen habe dagegen die Zahl der Wegzüge über den Zuzügen gelegen.
Am meisten von der Zuwanderung profitiert hätten vor allem Universitätsstädte und Arbeitszentren wie Karlsruhe, Heidelberg, Freiburg im Breisgau und der Landkreis Tübingen. Die größten Abwanderungsverluste hätten die ländlich geprägten Landkreise Calw, Rottweil und Freudenstadt hinnehmen müssen.
Bei den unter 30-Jährigen sei auch die Umzugshäufigkeit am höchsten gewesen. Rund 40 Prozent aller Zu- und Wegzüge über Gemeindegrenzen entfielen im Jahr 2009 auf diese Altersgruppe, obwohl ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung nur bei knapp 15 Prozent lag. Hauptmotiv für Umzüge sei der Beginn einer Ausbildung, eines Studiums oder der Berufseinstieg gewesen.
Insgesamt sei die Bevölkerung in Baden-Württemberg zurückgegangen. Derzeit liege sie bei 10,75 Millionen Menschen. Der Grund ist nach Angaben der Statistiker, dass knapp 7.900 mehr Menschen gestorben waren, als Kinder geboren wurden. Das sei das höchste Geburtendefizit seit der Gründung Baden-Württembergs 1952.
dapd
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