30.03.2011, 16:28 Uhr | dapd
Frankfurt/Main (dapd-hes). Mehrere Wochen nach dem Reaktorunfall in Japan gibt es keine Hinweise darauf, dass radioaktiv belastete Waren nach Deutschland eingeführt werden oder eingeführt worden sind. Das sagte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner am Mittwoch auf dem Frankfurter Flughafen.
Allerdings steige die Wahrscheinlichkeit, dass Produkte aus Japan mit entsprechender Belastung in Deutschland landen, mit der Dauer der Probleme in den Kernkraftwerken, fügte die CSU-Politikerin hinzu. Sie verwies ferner darauf, dass der Import von Lebensmitteln aus Japan lediglich einen Anteil von 0,1 Prozent an den deutschen Einfuhren habe.
Aigner informierte sich am Frankfurter Flughafen über die dort vorgenommenen Komplettkontrollen beispielsweise von Reisekoffern, Fracht und Postsendungen aus Japan. "Die strengen Kontrollen der Importe aus Japan sind wichtig, weil der vorsorgliche Schutz der Bürger oberste Priorität hat", sagte die Ministerin.
Seit dem Erdbeben in Japan sowie den Problemen mit den Kernreaktoren und der dort entweichenden Radioaktivität in Japan untersuchen Zöllner neben Lebensmitteln auch alle Waren, Postsendungen und Pakete aus dem Land. Bisher seien dabei keine auffälligen Werte gemessen worden. Laut Angaben des Zolls wurden auch keine erhöhten Strahlenwerte bei der Messung an Flugzeugen aus Japan sowie an den Sitzplätzen in den betroffenen Maschinen verzeichnet.
Bereits seit dem Reaktorunfall in Tschernobyl im Jahr 1986 werden am Frankfurter Flughafen routinemäßig mit Strahlenmessgeräten Proben auf Radioaktivität durchgeführt.
dapd
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