30.08.2011, 17:01 Uhr | dapd
Potsdam (dapd-lbg). Brandenburg muss in den kommenden Jahren verstärkt Lehrer ausbilden. Das Land brauche ab 2015 jährlich 500 bis 900 neue Lehrer, sagte die Linke-Bildungsexpertin Gerrit Große am Dienstag in Potsdam. Darauf müsse sich die Universität Potsdam bei der Ausbildung von Nachwuchskräften einstellen. Zudem sei eine Reform der Lehrerbildung gefordert. Nötig sei eine noch stärkere Praxisnähe und eine höhere Qualität im Vorbereitungsdienst.
Außerdem müssen laut Große schon bis 2014 etwa 660 Sonderpädagogen ausgebildet werden, um ab 2015 das Konzept der Inklusion - also der Integration von Förderschülern in normale Schulen - umsetzen zu können. Da die Ausbildung von Sonderpädagogen an der Uni Potsdam aber erst 2013/2014 beginne, müsse das Land intensiv derzeit schon tätige Lehrer fortbilden.
Große begrüßte das neue Schulressourcenkonzept der rot-roten Landesregierung. Darin werde die Grundannahme der Linken aus der Zeit vor der Wahl im Jahr 2009 bestätigt, dass das Land in der bis 2014 laufenden Wahlperiode 2.000 Lehrer brauche. Nur so könne die Lehrer-Schüler-Relation von 1 zu 15,4 gehalten werden.
Damit liege Brandenburg allerdings weiterhin im Vergleich der ostdeutschen Länder hinten. Thüringen komme auf eine Relation von 1 zu 12,2. Das Land erziele unter anderem auch deshalb bessere Ergebnisse bei Bildungstests. Zudem sei in Brandenburg in der Vergangenheit zu viel mit Schulformen experimentiert worden.
dapd
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