22.02.2012, 14:22 Uhr | dapd
Die Spaltung des Arbeitsmarktes erfordert nach Ansicht von Wirtschaftsminister Matthias Machnig auch künftig Fördermaßnahmen für Arbeitslose. Es fehle einerseits an Fachkräften, andererseits gebe es einen hohen Sockel an dauerhaft und älteren Arbeitslosen. Immer noch wanderten auch Arbeitskräfte ab, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Erfurt.
79.000 Thüringer hat Machnig zufolge die landeseigene Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW) 2011 über Arbeitsmarktprogramme unterstützt. Dazu wurden insgesamt 112,5 Millionen Euro eingesetzt. 80 Prozent davon stammten aus dem Europäischen Sozialfonds (EFS). Allein 66.900 Menschen absolvierten Berufsvorbereitungsmaßnahmen oder Ausbildungen.
GfAW-Geschäftsführer Thomas Kretschmer warb ebenfalls für eine aktive Beschäftigungspolitik. Die Konjunktur alleine werde die Probleme auf dem Arbeitsmarkt nicht lösen. Mit jeweils knapp 30 Millionen Euro der Gesamtausgaben spiegeln die Förderbereiche "Berufsvorbereitung, Ausbildung", "Berufliche Weiterbildung, Integration" und "Existenzgründung, Beschäftigung" dabei die drei Säulen der Thüringer Arbeitsmarktpolitik - Fachkräftesicherung, Qualifizierung, Beschäftigung - wider.
Machnig will die Förderung auf hohem Niveau fortsetzen. Insgesamt stünden 2012 dafür rund 137,8 Millionen Euro bereit, davon 81,2 Millionen Euro an ESF-Mitteln. Damit könnten bis zu 88.000 Arbeit oder Ausbildung suchende Thüringerinnen und Thüringer unterstützt werden. Verstärkt werde vor allem der Bereich der beruflichen Integration auf bis zu 51 Millionen Euro.
dapd
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