19.01.2012, 16:11 Uhr | dapd
Die Zerschlagung des insolventen Druckmaschinen-Herstellers Manroland hat für den Standort Plauen eine Massenentlassung zur Folge. Wie die IG-Metall der Nachrichtenagentur dapd am Donnerstag mitteilte, werden bis zum Monatsende 527 Arbeitsplätze gestrichen. Lediglich 296 Arbeiter würden ab Februar in der Produktion und der Verwaltung weiter beschäftigt.
Betriebsrat und Gewerkschaften zeigten sich geschockt angesichts der bevorstehenden Stellenstreichungen. "Wir hatten gehofft, dass wir besser aus der Situation rauskommen", sagte der IG-Metall-Bezirksbevollmächtigte Stefan Kademann. Allerdings räumte Kademann auch ein, dass diese Hoffnung "von Anfang an nur vage" gewesen sei. Die Manroland-Eigentümer MAN und Allianz hatten im November 2011 die Insolvenz für das Unternehmen beantragt.
Der Konzern mit insgesamt 6.500 Beschäftigten war Mittwoch zerschlagen und das Stammwerk in Augsburg an die Lübecker Possehl-Gruppe verkauft worden. Nach den Plänen des Insolvenzverwalters sollen die Werke in Plauen und Offenbach zunächst in neu zu gründenden Betreibergesellschaften weitergeführt werden. Die Suche nach Investoren für die beiden Standorte gehe aber weiter, hieß es.
Derzeit sind 823 Menschen im Werk Plauen beschäftigt, davon 104 in Altersteilzeit. Letztere sind ebenfalls von der Insolvenz betroffen. Die Zahl der tatsächlichen Entlassungen könnte noch weiter ansteigen, wenn die derzeit 43 Lehrlinge ihre Ausbildungen beenden. "Es ist alles andere als sicher, dass die übernommen werden", sagte Kademann. Auch in Offenbach müssen rund 1.000 Beschäftigte gehen, in Stammwerk in Augsburg wird die Belegschaft von 2.400 auf 1.450 reduziert.
Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) begrüßte den Verkauf des Unternehmens und zeigte sich zuversichtlich, dass trotz der aktuellen Stellenstreichungen der Standort Plauen langfristig erhalten bleibe. Er stellte zudem Fördermittel durch den Freistaat in Aussicht, die allerdings ein "tragfähiges Geschäftsmodell" voraussetzten.
dapd
ABC schrieb:
am 19. Januar 2012 um 18:18:16
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(0)
Leute kauft
mehr Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, dann werden auch wieder Druckmaschinen gebraucht, Ja, ja aber das Internet und die Raubkopien und und ...
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DIDI schrieb:
am 19. Januar 2012 um 18:13:35
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Manroland
Wie tönte ein Herr Kohl einmal keinen wird es schlchter gehen. Auch nach über 20 Jaahren so genannter Widervereinigung, wir der
Osten weiter vom Westen geflettert.
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