17.01.2011, 14:53 Uhr | DAPD
Hannover (dapd-nrd). Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) hat den Streit mit Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) um personelle Konsequenzen aus dem Dioxin-Skandal für erledigt erklärt. Bundes- und Landesregierung hätten sich darauf verständigt, dass es Kommunikationsprobleme gegeben habe, sagte McAllister am Montag in Hannover. "Zum Streit gehören immer zwei, und mir geht es um die Sache", betonte er. Aigner habe die Forderungen nach personellen Konsequenzen aus dem Skandal in Niedersachsen nicht mehr gestellt. Das Land werde die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bund in bewährter Weise fortsetzen.
McAllister hat nach eigenen Angaben wegen Aigners Forderung nach personellen Konsequenzen in Niedersachsen am Wochenende Bundeskanzlerin Angela Merkel und den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer angerufen und auch mit Aigner selbst telefoniert. "Ich habe ihr gesagt, dass ihr Vorgehen dem Land Niedersachsen und mir gegenüber ungewöhnlich war", berichtete er. Auch bei den Anrufen bei Merkel und Seehofer habe er zum Ausdruck gebracht, "dass für mich die Sacharbeit im Mittelpunkt steht und dass ich die Art und Weise des Auftritts der Ministerin als ungewöhnlich empfunden habe".
Aigner war erst am Samstag und nicht am Freitagabend während eines Besuches in Oldenburg von Niedersachsen über die Ausweitung des Dioxin-Skandals auf einen weiteren Futtermittelbetrieb in Damme im Landkreis Vechta informiert worden. Sie sprach daraufhin von einem "Skandal im Skandal" und forderte McAllister auf, personelle Konsequenzen zu ziehen.
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